KI macht Ärzte zu Superhelden

Ärzte + KI = Superhelden

Die künstliche Intelligenz (KI) hat sich rasant entwickelt. KI-Programme schlagen heute menschliche Experten in vielen Bereichen, vom komplexen Go-Spiel über die Optimierung von Werbestrategien bis hin zum Autofahren.

Auch in die Medizin hat KI Einzug gehalten. Computersysteme diagnostizieren besser Herzprobleme oder Lungenkrebs als erfahrene Ärzte. Und Ärzte, die von der KI unterstützt werden, können ihre Diagnosen deutlich verbessern, um Krankheiten früher und genauer zu erkennen. (siehe http://www.bbc.com/news/health-42357257)

KI-Werkzeuge werden Ärzten Fähigkeiten verleihen, die im Vergleich mit heutigen medizinischen Standards wie Superkräfte wirken.

Mehr Daten für bessere KI

Daten sind der entscheidende Faktor für den Fortschritt von KI-Systemen. Obwohl die Algorithmen leicht verbessert wurden und die Rechenleistung immer billiger und billiger geworden ist, ist der Hauptgrund für die Verbesserung der KI die Verfügbarkeit von “Big Data”. Warum ist das so?

“Maschinelles Lernen” (ML) ist der erfolgreichste Zweig der KI. Bei ML werden neuronale Netze digital simuliert und mit riesigen Mengen von Daten trainiert. Trainingsdaten könnten z.B. Diagnosen, Therapien und deren Ergebnissen sein.

Genau wie (menschliche) Tiere “lernen“ ML-Algorithmen, indem sie die Muster in den Eingabedaten erkennen, die zu den gewünschten oder unerwünschten Ergebnissen führen. Zum Beispiel: Patient mit Fieber → Aspirin-Behandlung → Patient kein Fieber. Mit ihrem rein mathematischen Ansatz sind sie jedoch in der Lage, Muster zu erkennen, die der menschliche Verstand nicht erkennen kann. Und sie können exponentiell größere Mengen an Input verdauen als der Mensch – je mehr, desto besser.  

Einmal trainiert, kann die KI leicht kopiert werden und ist dann überall verfügbar, wo ein Computer vorhanden ist, also auch auf Smartphones.

Trainingsdaten schwer zugänglich

Viele Daten, die zur Verbesserung medizinischer KIs genutzt werden könnten, sind nicht zugänglich. Einerseits ist die Zusammenführung und gemeinsame Nutzung von Daten aus tausenden inkompatiblen Systemen technisch schwierig. Andererseits verhindern Datenschutzbestimmungen in den meisten Ländern, dass Krankenhäuser, Ärzte und andere medizinische Stakeholder patientenbezogene Informationen leicht austauschen können.

Daten, die aus neuen Quellen wie zum Beispiel der Apple Watch generiert werden, sind bei den großen amerikanischen Unternehmen verschlossen gespeichert. Deren Ziel ist es, Gewinne für ihre Aktionäre zu erwirtschaften, und nicht in erster Linie, das Leben der Menschen zu verbessern.

Um Ärzte mit KI-Superkräften ausstatten zu können, müssen wir den Zugang zu den Daten erhalten, die derzeit in inkompatiblen Datensilos gespeichert sind. Außerdem sollten die Patienten wieder die Kontrolle über ihre eigenen Informationen erhalten.

Zum Beispiel könnte man die Patientendaten in einer Blockchain gespeichert werden. Dann kann jeder Einzelne steuern, wer die Informationen in seiner Patientenakte für welchen Zweck nutzen kann.

Mit der Blockchain könnten wir eine medizinische Datenbank aufbauen, die den Globus umspannt und gleichzeitig den einzelnen Patienten wieder die Kontrolle über ihre Daten zurückgibt.

Eine ausführlichere Version dieses Artikels findet sich unter https://blockruption.com/2018/03/blockchain-kuenstliche-intelligenz-und-big-data-machen-aerzte-zu-superhelden/.